Ratgeber · Grundlagen
Ratenkredit vs. Privatkredit — was ist der Unterschied?
Beide Begriffe werden im Alltag synonym verwendet — dennoch gibt es sprachliche Unterschiede in Verwendung, Zielgruppe und Bewerbung. Für Ihre Konditionen spielt es in der Praxis kaum eine Rolle.
Der Ratenkredit — die Rückzahlungsform
Der Begriff „Ratenkredit“ beschreibt in erster Linie die Rückzahlungsform: Sie zahlen den Kredit in gleichbleibenden monatlichen Raten über eine vorher festgelegte Laufzeit zurück. Zinssatz und Rate sind über die gesamte Laufzeit fest — Sie haben also volle Planungssicherheit. Das macht ihn zur häufigsten Kreditform in Deutschland.
Der Privatkredit — die Zielgruppe
„Privatkredit" grenzt den Kredit von Firmen- oder Immobilienkrediten ab: Er richtet sich an Privatpersonen für den privaten Konsum. Im engeren Sinn kann „Privatkredit" auch einen Kredit von Privatperson zu Privatperson meinen (P2P-Kredit) — im Bankmarketing ist damit aber fast immer ein ganz normaler Ratenkredit gemeint.
In der Praxis fast dasselbe
Wenn Sie bei Sparkamel einen Privatkredit vergleichen, erhalten Sie Angebote für einen zweckfreien Ratenkredit — beide Bezeichnungen führen zu denselben Konditionen. Achten Sie stattdessen auf den Effektivzins, der alle Nebenkosten enthält, sowie auf Sondertilgungsrechte und die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung.
Wann ist welcher Begriff üblich?
- Direktbanken sprechen meist von „Ratenkredit".
- Filialbanken bewerben oft den „Privatkredit".
- „Wunschkredit" ist eine Marketingbezeichnung für denselben Kredit.
Fazit: Konzentrieren Sie sich beim Vergleich auf Effektivzins, Rate und Konditionen — nicht auf den Marketingnamen des Kredits.