Investieren & Vermögen

Depot & Broker vergleichen: ETF, Aktien und Sparpläne

Wer Vermögen aufbauen will, kommt am Wertpapier­depot nicht vorbei. Ob ETF-Sparplan ab 25 € oder Einzelaktien — die Wahl des Brokers entscheidet über Ordergebühren, Sparplan-Kosten und die verfügbare Auswahl an Wertpapieren.

  • ETF-Sparpläne ab kleinen Beträgen
  • Bank­depots mit Beratung
  • Klare Kosten­kriterien

Zahlen und Regeln, die hier gelten

Die folgenden Angaben stammen aus Gesetzestexten und offiziellen Quellen. Jede Zahl ist mit Quelle und Stand verlinkt, damit Sie sie selbst nachprüfen können.

Sparerpauschbetrag

1.000 € pro Person und Jahr

Bis zu diesem Betrag bleiben Kapitalerträge — also Zinsen aus Tages- und Festgeld sowie Dividenden und Kursgewinne — steuerfrei, wenn Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilt haben. Für zusammen veranlagte Ehepaare gilt der doppelte Betrag.

Quelle: Bundesministerium der Finanzen / § 20 Abs. 9 EStG · Stand: 01.01.2026

Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge

25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer

Zinsen oberhalb des Sparerpauschbetrags werden pauschal mit 25 % besteuert. Mit Solidaritätszuschlag ergibt sich eine effektive Belastung von rund 26,375 %, mit Kirchensteuer entsprechend mehr.

Quelle: § 32d EStG · Stand: 01.01.2026

Keine Finanzberatung: Sparkamel.de ist ein Informations- und Vergleichsportal. Wir sind keine Bank, keine Kreditvermittlerin und keine Anlage- oder Finanzberaterin. Alle Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung.

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten

Depotgebühr

Viele Online-Broker verzichten auf Depot­gebühren; klassische Banken verlangen häufig 0,1 – 0,3 % pro Jahr auf den Depot­wert.

Ordergebühr

Fix­kosten pro Order oder prozentual vom Volumen. Bei häufigem Handel schnell der größte Kosten­block.

Sparplan-Kosten

ETF-Sparpläne sind bei vielen Brokern kostenlos oder pauschal 0,99 € pro Ausführung.

Handelsplatz-Auswahl

Xetra ist Standard für Aktien und ETFs. Direkthandel (Tradegate, gettex, LS Exchange) ist oft günstiger — außerhalb der Xetra-Öffnungszeiten aber weniger liquide.

Steuer­einfachheit

Deutsche Broker führen Abgeltung­steuer, Soli und Kirchen­steuer automatisch ab. Bei aus­ländischen Brokern liegt der Aufwand in Ihrer Steuer­erklärung.

Sicherheit

Wert­papiere gehören immer Ihnen, nicht der Bank — sie sind Sonder­vermögen. Die Insolvenz eines Brokers gefährdet Ihre Bestände nicht.

Für wen passt Depot & Investieren?

  • Einsteiger, die per ETF-Sparplan langfristig Vermögen aufbauen wollen.
  • Selbst­entscheider, die Einzel­aktien handeln und niedrige Order­gebühren suchen.
  • Bestands­kunden einer Filialbank, die Beratung schätzen und dafür etwas höhere Gebühren akzeptieren.

Häufige Fragen zu Depot & Investieren

Was kostet ein Depot?

Bei den meisten Online-Brokern nichts. Klassische Banken verlangen häufig 0,1 – 0,3 % pro Jahr auf den Depot­wert. Order- und Sparplan­kosten kommen unabhängig davon hinzu.

Ist ein ETF-Sparplan sinnvoll?

Für langfristigen Vermögens­aufbau (10+ Jahre) gilt der ETF-Sparplan auf einen breit gestreuten Welt-Index als eine der einfachsten und günstigsten Strategien.

Wie sicher sind meine Wertpapiere?

Wert­papiere sind Sonder­vermögen und gehören Ihnen, nicht dem Broker. Selbst bei Insolvenz des Anbieters werden sie an Sie herausgegeben oder auf einen anderen Broker übertragen.

Muss ich Kapitalerträge selbst versteuern?

Bei deutschen Brokern nicht: sie führen Abgeltung­steuer, Soli und ggf. Kirchen­steuer automatisch ans Finanzamt ab. Bei aus­ländischen Anbietern deklarieren Sie die Erträge selbst.

Kann ich mein Depot zu einem anderen Broker übertragen?

Ja. Ein kostenloser Depot­übertrag ist gesetzlich möglich; einige Broker zahlen dafür sogar eine Wechsel­prämie.

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